Jahresbericht 2016
Angestelltenvereinigung Power (AVP)

Der Personalabbau und Integrationsprozess bestimmten die Agenda. Im vergangenen Jahr 2016 wurde vielen Kolleginnen und Kollegen mitgeteilt, dass ihr Arbeitsplatz aufgehoben wird und sie GE verlassen müssen. Für die meisten Kolleginnen und Kollegen war das ein harter Schlag – und das in einer nicht ganz so einfachen Arbeitsmarktsituation. Denn viele Firmen entliessen in dieser Zeit ebenfalls Personal, weil der starke Franken den Schweizer Unternehmungen nach wie vor bei der Konkurrenzfähigkeit zu schaffen macht. Davon sind unsere ausländischen Kolleginnen und Kollegen teilweise noch stärker betroffen, insbesondere diejenigen, die kaum Deutsch sprechen können.

Wir haben für Schweizer Verhältnisse einen sehr guten Sozialplan, der einiges bewirkt, Härtefälle mildert und sicherstellt, dass die Betroffenen möglichst gut betreut werden

Parallel zum Personalabbau, war auch der Integrationsprozess im Gang. Die Geduld der Mitarbeitenden wurde dabei sehr oft auf die Probe gestellt. Man war sich wohl Bewusst, dass dieser Prozess eine grosse Herausforderung sein wird, dennoch zerten die vielen IT Probleme an den Nerven. Hinzu kamen auch oft die unklaren Organisationen und Verantwortlichkeiten inn in diversen Bereichen. Gepaart mit der Flut an E-Mails und neuen Tools, geriet man ab und zu an seine Grenzen. Dem noch etwas Positives abzugewinnen und sich zu motivieren, war eine Herausforderung!

Wirtschaftliche Situation

Nur zögerlich entwickelt sich das wirtschaftliche Umfeld. Es ist nach wie vor geprägt von Unsicherheit in vielen Teilen der Welt. Gerade auch der für uns so wichtige Energiebereich kommt nicht so richtig vom Fleck. Durch die vielen Unruheherden weltweit und die Unentschlossenheit der Politik, in welche Richtung sich die Energieerzeugung im jeweiligen Land entwickeln soll, lassen die durchaus vorhandenen Projekte in der Schublade verschwinden. Das alles erzeugt einen Preisdruck beim Neuanlagengeschäft sowie bei den Service-Dienstleistungen. Solange das andauert, ist nicht mit einer markanten Besserung der Situation zu rechnen. In der Konsequenz bedeutet das für uns, dass der Druck auf unsere Arbeitsplätze nicht abnehmen wird.

Das Jahr der Angestelltenvereinigung Power

Das Jahr 2016 begann wie die Jahre zuvor mit dem Rechnungsabschluss und der Vorbereitung der Generalversammlung. Innert kurzer Zeit mussten die Unterlagen für die Revision bereitgestellt werden, aber auch diverse andere Dokumente, damit die Einladung zur Generalversammlung rechtzeitig erfolgen konnte. Die Generalversammlung im Glassaal des Trafo Baden fand dann wie geplant am 14. April 2016 statt. Zu reden gab nach wie vor die angespannte Situation in der Sozialpartnerschaft, die Masseneinwanderungsinitiative und die Umstellung der Mitgliederbeitragserhebung vom Netto- zum Bruttoprinzip. Die traktandierten Geschäfte wurden alle problemlos abgearbeitet und die Anträge des Vorstandes genehmigt, so auch die Wahl der beiden neuen Revisoren, Torsten Lüdecke und Stefano Bernero.

Auf Grund des immer noch bestehenden Konfliktes zwischen den Sozialpartnern und den dadurch gesperrten Geldern aus dem Solidaritäts- und Weiterbildungsfonds, mussten wir die beliebten Weiterbildungskurse unseres Dachverbandes Angestellte Schweiz selber finanzieren. Das konnten wir Dank der vorhandenen finanziellen Ressourcen machen. Die Buchungsraten der Kurse bestätigten unser Handeln.

Die Änderung der Mitgliederbeitragserhebung beschäftigte den Vorstand des Öfteren. Es gab dazu viele Rückfragen von Mitgliedern, die beantwortet werden mussten. Dieser neue und etwas komplizierte Prozess muss sich bei den Mitgliedern noch einschleifen.

Die Abbaumassnahmen beim Personal hatten auch Folgen für den Vorstand der AVP. Bereits während des Jahres verliess uns Frank Walter. Er konnte zum Glück relativ schnell eine neue Stelle in einem anderen Unternehmen antreten. Zudem mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass uns auch Eva-Maria Zuber verlassen wird. Sie geht in den vorzeitigen Ruhestand und tritt anlässlich der Generalversammlung aus dem Vorstand aus.

Der Vorstand traf sich zu sieben Sitzungen, die wie immer nach Arbeitsschluss stattfanden. Hinzu kamen bei einigen Vorstandsmitgliedern zusätzliche Stunden während der Freizeit, zum Beispiel wenn sie an Veranstaltungen des Dachverbandes teilnahmen.

Als kleines Dankeschön fand ein Vorstandsausflug auf einem Segelschiff auf dem Thunersee statt.

Zum Jahresende gab es ein Weihnachtsessen im Casino Restaurant Baden.

Als AVP-Präsident danke ich allen Vorstandsmitgliedern und Revisoren für die Arbeit, das Engagement und die Unterstützung. Ein grosses Dankeschön geht vor allem auch an die Mitglieder, die uns treu geblieben sind. Sie leisten mit ihrer Mitgliedschaft einen wichtigen Beitrag zur Sozialpartnerschaft!

Berichterstatter: Andreas Vock, Präsident Angestelltenvereinigung Power Baden, 15.1.2017